Donnerstag, 17. September 2009

Ein Einblick in zwei Wochen Familienalltag. Nearly.

Bevor diese Blogleiche hier noch total verwest, wieder einmal ein paar geschriebene Zeilen. Das letzte beschriebene Wochenende hatte mit dem vorletzten Wochenende vorallem eines gemein: viele weibliche Hormone! Das Lisa-Gotti hat uns einen Besuch abgestattet und wir waren am Herbstfest des Robi-Spielplatzes, während der Göttergatte seinem Hobby frönte. Frauen unter sich also. Das Motto war Europareise und die Kinder konnten dementsprechend mehrere ausländische Städte "besuchen" und dort einen Posten absolvieren. In Frankreich mussten beispielsweise Bälle durch den Eiffelturm durchgeworfen werden (Sina schmiss sie an den Eiffelturm), in Griechenland musste ein Memory vollbracht werden (Sina wollte lieber auf die Rutschbahn) und in Schweden durfte man wie Pippy Langstrumpf über Häuser à la Swiss Miniatur bzw. Swedish Miniatur balancieren (Sina fiel runter). Der Parcours war liebevoll inszeniert und von vielen Helfern in wohl vielen Arbeitsstunden aufgebaut worden. Umso erfreulicher dass auch zahlreiche grosse und kleine Gäste den Weg dahin gefunden hatten.

Am Abend haben wir dann noch Pouletschenkel à la moi gefuttert (viel Knoblauch, viel Zitrone) und sind danach in die Tiefen der Vergangenheit mittels alten Fotos getaucht. Während wir in Gedanken wieder in Jamaika am Strand lagen, ein Red Stripe in der Hand, das türkisgrüne Meer betrachtend, fragte sich die Grosse, weshalb wir mit den Pferden im Meer schwammen, ob das rutschig sei und ob wir nicht hineingefallen seien ins Meer. Doch! Ich! Pferde sind nass und ohne Sattel sehr glitschig!

Das letzte Wochenende fiel dann ebenfalls eher gemütlich aus mit einem Besuch im Roggenhausen. Immer wieder schön, selbst wenn sich der ganze Kanton an einem solch schönen Tag dort aufzuhalten scheint. Grösstes Highlight: Die Grosse hat ihren 4. Zahn dort verloren. Zahn Nr. 5 ist Zahn Nr. 4 diese Woche gefolgt, konkret gestern. Dass das Kind überhaupt noch essen kann grenzt an ein Wunder. Darauf folgte noch ein Matchbesuch der Fussballfankinder mit Superpapi, Aarau - Luzern, aber auch kleine fanende Schreihälse halfen nicht weiter, die "Final-Countdown"-Hymne die bei jedem Aarauer-Tor eingespielt wird und die ich auch bei geschlossenen Fenstern deutlichst höre erklang zu wenig um einen Sieg zu erringen. (Trotzdem erzielt dieser kurze Europe-Einspieler jedes Mal ein bisschen Gänsehaut und ich bin nahe dran bei Monsieur Fischer ein Fan-Shirt zu bestellen! Wir standen ja schliesslich schon mit 9 auf unseren Fahrradsätteln und lugten über die Abschrankung. Also nicht ich und Monsieur Fischer zusammen. Ach, wer mich kennt versteht mich schon...).

Die Kleinste hat im übrigen ein neues Lieblingswort: "Gopfertellooooo!". Selbst für jemanden, dem die Kleinkindsprache fremd ist nicht schwer zu enträtseln was das heissen soll. Ich muss meinen Wortschatz zügeln wenn ich über herumliegendes Spielzeug falle oder wieder mal Schokoladenfingerabdrücke an den weissen Wänden entdecke.

Dieses Wochenende steht nun hauptsächlich im Zeichen des Bachfischet. Jedes Jahr im September wird der Stadtbach gereinigt. Nach erfolgter Säuberung wird das erste wieder frisch geflossene Wasser von den Stadtkindern an der Stadtgrenze abgeholt und durch die ganze Stadt bis zum Einfluss in die Aare begleitet. Unser Nachbarsort-Part dabei ist vorgängig den Bach "anzuzünden". Die Grosse und der Superpapi haben dafür wieder mal tüchtig in die Bastelkisten gelangt und mir scheint, als würde das Schiffchen jedes Jahr etwas üppiger.

Nach erfolgter Wasserbefeierung werden die Kinder ihren verdienten Nachtschlaf bei ihrer Grossmutter einnehmen während sich Göttergatte und ich nochmals aufraffen und Richtung Stadt machen werden. Am Freitag feiert nämlich nebst der Stadt selbst auch noch eine andere legendäre Einrichtung ein Fest. (Nein, nicht die Nearly-Fifty-Party, da komm ich zum Glück noch gar nicht rein... Die Website dürfte mal wieder aktualisiert werden).

In dem Sinne:

"De Bach esch do de Bach esch do, send mini Buebe alli do? Jo! Jo! Jo!
Fürio de Bach brönnt, d Suhrer händ ne azündt, d Aarauer händ ne glösche, d Küttiger, d Küttiger, riete of de Frösche!"

(Und wenn mir dann mal jemand erklären könnte, warum die Küttiger auf den Fröschen reiten, dann wäre ich sehr dankbar. Ich verstehe diesen Satz seit 20 Jahren nicht.)

Have a nice Weekend!

Kommentare:

Seelennahrung hat gesagt…

Schön mal wieder ein bisschen in den Familienalltag eintauchen zu dürfen *lach*!!

LG
Sonja

Frau Familienwahnsinn hat gesagt…

bei dieser menge an wortschwall muss man aufpassen dass man nicht ersäuft! :-D aber wenns raus muss dann muss es raus, gell.

lg
b.

Misslavender hat gesagt…

endlich wieder mal familienäkschn! :-)