Dienstag, 26. Februar 2013

Friss Dreck!! Oder der Busunterboden in meinem Munde...

Der Chef-Busumbauer meinte, die ganze Schicht... äh... die da am Unterboden (der heisst Unterboden, oder?!)... also, das schwarze das da unten... äh... irgendwie alles schützt und so.. also jedenfalls diese Schicht muss weg. (...vielleicht sollte ich nochmals nachfragen wie die genau heisst... Sie sehen also, auch nach 2 Monaten handwerklicher Autobetätigung bin ich immer noch durch und durch Bürolist und kann mir keine Fachbegriffe merken, trotz der klangvollen Namen. Ich muss selbst bei Namen die ich behalten kann wie Winkelschleifer oder Drahtbürste jeweils mindestens 10 Sekunden überlegen welches jetzt welches ist.). Mal abgesehen davon dass das ganze Wegkratzen äusserst anstrengend für meine Büroarme ist da alles über Kopf, habe ich zwei Dinge gelernt dabei:

1. Ziehe immer eine Schutzbrille an!
2. Mach den Mund zu beim Wegkratzen!

(Sie glauben gar nicht wie schwierig diese Arbeit für jemanden wie mich war!! Hauptsächlich wegen zweiterem Punkt...)

Zudem habe ich festgestellt, dass man kratzen, kratzen und nochmals kratzen kann, irgendwo hats immer noch von diesem schwarzen Zeugs. Als ob es sich jeweils heimlich über Nacht wieder vermehren würde. Der Chefbusumbauer flickte derweilen allerlei Rostlöcher. Immerhin die vermehren sich nicht sondern werden zusehends weniger. Freude!!

Zwischendurch durfte ich dann noch mit dem Winkelschleifer die Bodenträger (auch hier, Namensangabe ohne Gewähr, gemeint sind die Querstreben die als Träger für den Boden dienen. Ich finde Bodenträger tönt ziemlich gut. Könnt sogar in Echt so heissen) blank schleifen, heisst all die restlichen spitzen Dinger, die übrig geblieben sind von meinem letzten Intermezzo mit dem Boden und dem Winkelschleifer wegmachen. Für mich als alter Winkelschleifprofi kein Problem mehr, dieses Mal, ich hatte nicht mal mehr Angst vor den ganzen Funken und ich glaube nur ganz wenige, sicher nicht mal 10, haben sich auf meine Arme verirrt. (Kurzes Au, aber wirklich sehr kurzes!).

Danach hiess es wieder schleifen schleifen schleifen, dieses Mal aussen. Auch hier eine Arbeit ohne ersichtliches Ende, die mir aber unheimlich Spass macht. Vermutlich als Einzige, denn alle umstehenden Personen können spätestens nach 10 Minuten das nervige Schleifgeräusch nicht mehr hören. Mir allerdings gefällt das, also das Schleifen, nicht das Geräusch, sogar so sehr dass ich mir für zu Hause auch eine Schleifmaschine gekauft habe. Alte Stühle werden ab sofort nicht mehr von Hand sondern maschinell aufbereitet! Juhu. Die Holztreppe habe ich auch im Auge, aber erst wenn ich Frei-Zeit-technisch wieder etwas unterfordert bin, was im Moment ja nicht der Fall ist.

Frohes gibt es noch für unsere Hintern zu verkünden, die Sitzbänke aus dem 3er-Bus passen! Wir werden also künftig nicht mehr auf blankem Blech sitzen müssen sondern haben weiches Polster darunter. Da Sitzbänke anscheinend eher schwer zu finden sind oder wenn dann sehr teuer war dies ein echter Glücksgriff, den ich natürlich auch dem Chef-Büsler zu verdanken habe.

Nach längerem Hin- und Herüberlegen haben wir uns zudem entschieden, die Front zu ersetzen. Da wo die Fensterdichtungen entlanggehen, auch hier keine genaue bekannte Namensgebung meinerseits, war alles vom Rost so zerfressen, dass der Chefbusumbauer meinte es wäre sinnvoller gleich die ganze Front herauszuschneiden und mit einem Ersatzteil zu ergänzen. Dann haben wir auch eine saubere Grundlage und ich hab nicht in ein paar Jahren das Problem dass sich der Rost weiterfrisst. Die alte Front steht übrigens jetzt bei mir im Garten! Andere haben Blumen, ich hab halt eine Bus-Front. So sind Geschmäcker nun mal verschieden.















(Stand November 2012)

Kommentare:

fraulavendel hat gesagt…

oh Frau! ich bewundere dich so! Hammer!

Frau Familienwahnsinn hat gesagt…

frau lavendel, Sie sind wieder da?!?! Habe ich total verpasst!!! Sowas... Tue deinen Blog gleich wieder in meine Blogroll!!!

Freuuuuuu!!!!