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Montag, 26. November 2012

Bloggin'BirthdayMonday 26Punkt11

 
Bestes Geschenk ever!

 
Kiss the cook!

 
Küchenhelferlein sucht die Pimentkörner aus dem Svícková

 
 
 
 

Montag, 19. November 2012

Bloggin'Monday 19Punkt11

Ohne viele Worte, ausnahmsweise, denn erstens sagen Bilder ja scheins mehr als tausend Worte (auch wenn ich von dieser gängigen Aussage wenig überzeugt bin, ich als Laferimaul), und zweitens muss ich heute Abend noch Pflichtarbeiten machen, die ich schon lange vor mir herschiebe. Selbstverständlich werde ich es mir nicht nehmen lassen, meinen montaglichen Krimi-Abend trotzdem abzuhalten, aber halt so nebenbei. Gerne würde ich hier und jetzt ein Video meines "neuen" (so neu ist es eigentlich gar nicht mehr) Seriensüchtchens einsetzen, aber eben... mehr als der Link geht leider nicht...

Alles in allem hatten wir (nach Beendigung der Magen-Darm-Grippe) ein wunderbares Wochenende, mit viel Basteln, handwerkeln und einem sonnigen Wald-Hunde-Spaziergang zum Abschluss. (Juhuu, S O N N E !! Es gibt sie noch!! Gar nicht so einfach dran zu glauben wenn man in einem derartigen Nebelloch wohnt wie wir...)



Samstagabend-Fernsehznacht: Pizzalollypops!
(Gesehen und Idee geklaut bei live life deeply-now). 
So ganz pur und ungesund ohne Salat oder irgendwas. Erst noch liegend gegessen.. Herrlich!


Die vor ein paar Jahren selbstgemachte Montagabenddecke mit meinem Lieblingsspruch aufgepimpt.
(ich hätte weisse Textilfarbe nehmen sollen, aber naja, 
es ist jetzt halt wies ist und gefällt mir trotzdem irgendwie) 


Kellertüre fertig gestrichen. Ja, sie ist pink. Sehr pink.
Und macht sich gut neben der violetten Bade- und der grünen Esszimmertüre.
(Die Schlafzimmertüre wird nun anthrazit, damit sich das Auge zwischendurch ausruhen kann).


Katzentüre auch, sind ja beides auch Weibsen.


Die Mädels durften ein Buch zerreissen und Tannenbäumchen "bauen"


Frau F. im vorweihnachtlichen Gold- und Glimmerfimmel.
Aber immerhin der guten Ordnung dienend.


Frau F. zudem im generellen Weihnachtsfieber.
Seit gestern beherbergt der Adventskranz noch 2 Rehe und ein Häschen (aus den Kinderzimmern geklaut), die auf dem Foto jedoch nicht zu sehen sind.


Und dann hat Frau F. noch etwas getan, was sie bisher nur ganz selten und wenn dann äusserst ungern getan hat: sie hat gestrickt! Leider 2 cm zu klein, weshalb die Mama-Kappe eine Tochter-Kappe wurde. Aber trotzdem, das Ding da oben habe 
I C H
 gestrickt. Ich glaub ich muss das Foto meiner ehemaligen Näharbeitslehrerin vorhalten...


Und um jetzt mal vom ganzen Weihnachtsrummelthema wegzukommen, das hier oben ist der Grund, weshalb ich in meinem nächsten Leben eine Katze sein will!!!! 
(Aufgenommen heute nachmittag, ca. 15.00 Uhr... Pfff!)

Einen schönen Montagabend wünsch ich, ich muss jetzt noch arbeiten. (Haben Sie Mitleid! Los!)

Nachtrag: Nicht mein Tag heute, jetzt fällt auch noch mein Lieblingsseriensüchtlein aus! 
Warum denn das bitte?? Ist denn nicht mal mehr auf Sat1 Verlass?! Oder ist wieder irgend ein Feiertag in good old D dass jetzt hier stattdessen ein Film läuft?! Ich hasse es wenn ich mich auf etwas einstelle und dann päng, macht es einem jemand kaputt!)

Montag, 12. November 2012

Bloggin'Monday 12Punkt11

Heute schon am Morgen, denn ich weiss nicht ob mir am Abend die Motivation noch hold ist, wir liegen nämlich alle krank zu Hause. Von Magen-Darm-Grippe über Schnöderi bis Halsschmerzen, bei uns kriegen sie im Moment alles. Gerne auch 2 in 1.

Am Freitagabend war Lesenacht in unserem Schulhaus (wie vermutlich in 500 anderen auch in der gesamten Schweiz) und ich wurde innert 4 Tagen von "keine Aufgabe" über "Aufpasser" zum "Könntest-du-vorlesen?" befördert. Pünktlich zu Freitag stellte sich dann ein flaues Magengefühl ein, welches sich gegen Abend Richtung kotzübel wandelte. Da ein Indianer keinen Schmerz kennt und ich keine Peinlichkeiten scheue, spazierte ich trotzdem mit Sitzkissen, Buch und Bratpfanne ins Schulhaus, kündete jeder Schulklasse vorgängig an, es läge dann weder an ihnen noch am Buch, wenn ich ins Gott-sei-Dank naheliegende WC seckle und brachte so den Abend einigermassen glimpflich (und OHNE Kotzerei) über die Bühne (Itinerol sei gedankt!). Die Bratpfanne war übrigens ein Utensil passend zum Buch das da hiess "Sie sind ein schlechter Mensch, Mr. Gum". Die 4-. und 5.-Klässler giggelten jedenfalls und das Buch musste ich auch gleich am nächsten Tag auslehnen, Ziel der Leseförderung also erreicht.

Die Grosse liest zur Zeit in Tom Gates. Letzten Mittwoch hat sie's in die Finger bekommen, am Donnerstagmorgen musste ich es ihr wegnehmen, damit sie nicht zu spät zur Schule kam und inzwischen ist sie bei Seite 266. Sie verschlingt es regelrecht und der nächste Band (bzw. der erste Band, denn sie hat mit Band 2 angefangen) steht schon im Bücherregal bereit.

Deshalb hier und heute also mein Weihnachts-Buch-Tipp für ca. 8-jährige:



Das von mir an der Lesenacht vorgetragene Buch "Sie sind ein schlechter Mensch, Mr. Gum" ist meines Erachtens eher für 4.-, oder sogar 5.-Klässler geeignet. Das Buch ist ein klein wenig "schräg", um es mal harmlos auszudrücken, deshalb ist das Verständnis auch erst ab einem gewissen Alter vorhanden. Jedenfalls haben die Viertklässer bei einzelnen Stellen nicht gelacht, wohl weil sie sie einfach nicht verstanden haben, während sich die 5.-Klässler dabei kaputtgiggelten. Gibts übrigens auch in englischer Version! Für noch etwas grössere Leser.


Last but not least noch etwas für die noch kleineren, die des Lesens noch nicht mächtig sind, die aber ein Mami oder einen Papi haben, die gerne vorlesen:

Schluri Schlampowski (lassen Sie die Erwachsenen-Gedanken weg!! Schlampowski bezieht sich in diesem Buch auf die Unordentlichkeit des Hauptdarstellers!) und die Spielzeugbande. Schluri ist schlampig, frech und hat eine Vorliebe für Schlammbäder. Ausserdem scheint den kleinen Chaosstifter jedes Abenteuer magisch anzuziehen. Hab ich der Kleinsten als Trostpflästerli gekauft, weil sie noch nicht an die Lesenacht durfte, die ist bei uns erst ab 1. Klasse.




So, und auch wenn wir letzte Woche noch einiges erlebt haben (Apassionata! z. Bsp.), jetzt mag ich nicht mehr. Bloggin'Monday ist für heute beendet und ich verzieh mich wieder unter die Decke aufs Sofa (auf dem Sofa hock ich zwar schon, aber mein Körper will jetzt liegen...)

Machen Sie's gut! Und fangen Sie sich keine Viren ein!

Montag, 5. November 2012

Bloggin'Monday 5Punkt11

Das perfekte Wochenende könnte man sagen liegt hinter uns. Nach den eher melancholischen Gedanken letzten Mittwoch und Donnerstag gings ab Freitag glücklicherweise wieder heiterer weiter.

Am Freitagnachmittag shoppten wir wie die Wilden, und ich muss schon sagen, langsam kommen diese oft zitierten weiblichen Shopping-Gene auch bei den Mädels durch, jedenfalls trug ich schlussendlich zwei richtig grosse und eine kleine Tasche durch die Stadt, prall gefüllt mit Hosen, Röcken, Pullis, Trainern, Stulpen, Jacken. Am Abend war ich wieder mal für die Zeitung unterwegs. Leider schüttelten alle gefragten Freunde den Kopf beim Wort "Kunstevent", weshalb ich schlussendlich die Grosse fragte, ob sie nicht Lust hätte mit der alten Mama an eine Kunstausstellung zu gehen. Die Grosse hatte Lust, zum Glück, und ich fand es schlussendlich herrlich mit dem Töchterlein unterwegs zu sein. Umso mehr als sie sich auch noch extra schick gemacht hatte, mit Röckchen, hauptsächlich in schwarz gekleidet (so von wegen die meisten Künstler tragen eh auch schwarz), Stiefeln und Stulpen. Herrlich. Natürlich hat sie sich auch Notizen gemacht ("Mama, das kannst du dann für deinen Bericht auch verwenden") und sich vor einer Skulptur auf den Boden gesetzt und diese abgezeichnet. Gerne würde ich Ihnen das eigentlich für private Zwecke gemachte Foto davon zeigen, aber der Herr Chefredaktor wollte es für die Zeitung. Drum veröffentliche ich es erst am Donnerstag hier. Oder Sie sehen es sich online an bei den Aarauer Nachrichten.

Am Samstag dann ein Waldspaziergang bei herrlichstem Sonnenschein mit der Grossen, dem Schwiegervater, dem Stiefschwiegermonster und den inzwischen auf 4 angewachsenen Hunden. What a Gekneuel! Herrlich! Die Kleinste köcherlete derweilen unter Aufsicht des Göttergatten mit den zwei Nachbarsfreundinnen im Garten "Suppe". Die Erikas haben ein bisschen was an "Blüten" (oder wie nennt man diese Kugeli bei diesen "Blumen"? Sind das überhaupt Blumen?! Holy Moly, irgendwelche Botaniker hier?) verloren, denn diese kleinen dunkelroten Kügelchen gaben eine schöne Suppeneinlage. Gegessen hat das Geköche natürlich niemand, höchsten vielleicht die Schnecken inzwischen. Aber eben, herrlich, ich liebe solche Tage mit solchen Aktivitäten.

Am Sonntag dann morgens am Bus geschabt, gewinkelschleifert, die Gedanken laufen lassen... Auch etwas was ich so liebe, ich kann gedankenverloren an diesem Baby arbeiten, vergesse Büro, Haushalt, Alltag, Sorgen, kann Gedanken reinlassen und sie gleich wieder weiterziehen lassen. Nebst dem Ziel, also dem fahrenden Bus, ist bereits die Arbeit daran eine Freude. Andere gehen zum Therapeuten, ich schleife an einem Auto rum. Nachmittags waren wir noch an einem Klavierkonzert im Altersheim, auch herrlich sage ich Ihnen. Der Klavierlehrer der Grossen veranstaltete ein Konzert mit 3 seiner Schüler und das Töchterlein wollte natürlich zuhören gehen. Kultur pur dieses Wochenende. Oder ein Hand wäscht die andere, oder wie mir so ich dir, oder so. Jedenfalls musste ich auch mit, denn Töchterlein begleitete mich ja am Freitag auch an den Kunstevent. Also, die Musik war... naja, sagen wir mal, schön. Klassisch halt. Chopin und Kollegen sind nicht meine Freunde, musiktechnisch, aber Hochachtung vor der Leistung der Klavierschüler. Auch wenn das Publikum etwas speziell war. Die Dame links hinter mir schlief. Die beiden Damen rechts hinter mir quatschten die ganze Zeit in einer Lautstärke und übertönten damit fast das Klavier. Einer der alten Mannen summte mit. Auch laut. Innerlich musste ich öfters mal lachen. Alte Leute sind doch herrlich.

Abends dann noch ein Treffen mit dem ehemaligen Oberstiften und der ehemaligen Oberstiftin. Herrlichst hoch zehn. Der Oberstift ist seit nahezu 10 Jahren Direktor bei Go Vacation in Thailand, also sehen wir uns höchstens einmal jährlich. Und jedes Mal werden die ollen Kamellen aus der Lehrzeit aufgewärmt, wie er mit Tipp-Ex-Verdünner seinen Namen ins Holzpult "brannte", unter der Schreibunterlage, und wie das erst zum Vorschein kam als er gar nicht mehr da war, ich weiss noch wie ich lachen musste als ich es entdeckte. Oder wie er anfänglich jedes Mal wenn er dem Lehrlingschef begegnete sagte "Grüezi Herr Huber", 10mal am Tag. Bis unser lieber Herr Huber ihm dann einmal erklärte, dass einmal am Tag Grüezi vollkommen ausreiche. Oder wie er die von den "Bürofräuleins" aus den Versandkatalogen bestellten Klamotten anprobieren musste... Ich lach jetzt schon wieder Tränen.

Alles in allem ein herrliches Wochenende. Könnt von mir aus immer in etwa so sein. Und auch diese Woche stehen ganz viele Termine auf dem Plan, Räbeliechtliumzug, Elternabend, Abschiedsapero, Lesenacht, Apassionata... Nein, mir wird vorläufig noch nicht grad langweilig.

Bis bald!



Dienstag, 30. Oktober 2012

Bloggin'Monday on Tuesday

... denn Flexibilität ist das Zauberwort des 21. Jahrhunderts. Auch wenn ich mich öfters nach der Langsamkeit des alten Jahrtausends zurücksehne. Immer online zu sein, und zwar nicht nur technisch sondern auch im Kopf, ist nicht zwingend etwas, was zu Lebensqualität führt, auch wenn wir das manchmal meinen.

A propos Technik (gelungener Uebergang, Sie merkens?), in den von mir so sehr geliebten 80er-Jahren ein kaum überwindbarer Aufwand, Tickets für ein Konzert in Prag zu bekommen, heute zwei, drei Klicks, ausdrucken, und fertig ist das Highlight des nächsten Sommers! Find ich auch irgendwie cool, halt ich diese Ticketzettel schon in den Händen. Tschechien wird also das Sommerferienland 2013 der Familie Wahnsinn, inklusive Ausflug in die Metropole Prag zwecks Besuch des Depeche Mode-Konzerts. Die Grosse übt fleissig tschechisch damit sie sich mit Onkel Jirka verständigen kann, hat aus der Schulbibliothek das einzige zu findende Buch mit nach Haus gebracht in dem Tschechisch vorkommt, denn Onkel Jirka ist O-Ton "so lustig", auch wenn er fast kein Wort Deutsch kann. Eine harmonische Verständigung setzt eben doch nicht zwingend die selbe Sprache voraus.
Ich selbst kann leider nur ein paar Worte in Tschechisch, aber mit "Detsky Pokoj", was so viel heisst wie Kinderzimmer, und "Slon", was Elefant heisst, kommt das Kind irgendwie nicht so wahnsinnig weit. Und der Göttergatte will es dem Kind nicht beibringen, da er grundsätzlich zwar fliessend tschechisch spricht, nur leider mit sehr vielen grammatikalischen Fehlern. Das letzte Mal in Prag fragte er den Souvenir-Buden-Verkäufer in Tschechisch, und dieser antwortete in Englisch... Bedarf keiner weiterer Worte, ne? Und ich muss mir überlegen dannzumal temporär wieder zum Fleischfresser zu mutieren, da Tschechien-Ferien ohne Svíčková ist irgendwie wie V ohne W (der Göttergatte wird vermutlich nun wieder kommentieren, dass Svickova ursprünglich und eigentlich mit Rossfleisch zubereitet wird (ich-chotz-a-Bode!), aber 100 - 1000%ig nicht das, das ich bisher gegessen habe und je essen werde!!).
(Svickova mit Knödel... könnt sich Frau Familienwahnsinn reinlegen, trotz den grossartigen Vegetarierambitionen... ^^)
Womit wir übrigens schon wieder eine superspontane Ueberleitung zum Thema VW Bus hätten, nicht wegen dem Chotz-a-Bode, sondern wegen V ohne W. Der Bus wird zur Zeit voll bearbeitet und ich hab zwischenduch tatsächlich wunde Finger und schwarz und rostig schneuzen ist sowieso an der Tagesordnung, im Frühling werd ich wissen wofür ich das alles auf mich genommen habe. Aber wie schon mal gesagt, dazu später mehr und/oder wo anders, Kryptik und so...

Und von wegen wo anders (schon wieder, hier jagt ein Uebergang den anderen heute), das hier muss ich jetzt noch teilen, und ich teils nicht via Tagi, da dieser sonst sicherlich früher oder später den Beitrag löschen wird und ich mich dann in 2, 3 Jahren ärgere. Ich liebe Endo Anaconda und hoffe bald auf ein weiteres Buch, statt nur einer Kurzgeschichte, aber immerhin so viel in der Zwischenzeit (Copyright by Tagesanzeiger oder bei Endo himself oder wem auch immer):

>>     «Haha! Vergiss es»
Von Endo Anaconda. Aktualisiert am 28.09.2012 
Mit Endo Anaconda ging heute das Live-Poesie-Experiment von Tagesanzeiger.ch/Newsnet zu Ende. Lesen Sie hier Anacondas Short Story!


(Den Startsatz gab Thomas Meyer vor. Er lautete:)

«Haha! Vergiss es.»

Meinte sie mit einem bitteren Unterton, als ich wie zufällig mit meinem Arm ihre Brust streifte. Dabei wollte ich nur auf den Igel deuten, der am Wegrand dahintrippelte, während wir an ihm vorbeirollten.
Sie sagte das in einem Ton, als ob ich ihr tatsächlich an die Bluse hätte gehen wollen, und als ob sie von mir nichts anderes gewohnt wäre. Dabei hatte ich ja schon alles vergessen. Ich wusste nicht, ob die Geschichte, die sie mir über uns erzählte, wahr ist. Sie war davon überzeugt, dass ich sie vor einigen Jahren in Sardinien kennengerlernt und wir uns danach aus den Augen verloren hätten.
Je mehr sie davon redete, desto weniger wagte ich, ihr zu widersprechen, obwohl sich mich permanent «Renzo» statt «Endo» nannte. Und je länger wir unterwegs waren, desto komplexer und bestimmter wurde die Geschichte, die sie mir über uns erzählte. Um abzulenken, beschleunigte ich, trotz der armen Igel, und hoffte damit, abzulenken. «Weisst Du noch, der letzte Abend im Ristorante Pepe Satan in Santa Teresa di Gallura, Herbst '98, ich war so glücklich und habe nie wieder etwas von Dir gehört.»
Langsam beschlich mich das Gefühl, das ich sie irgendwann einmal verletzt haben muss. Sie sah aus, als ob sie jeden Moment in Tränen ausbrechen würde... «Genau», beschwichtigte ich. «Jetzt erinnere ich mich wieder, Pepe Satan, Santa Teresa... nur weiss ich echt nicht mehr genau, über was wir geredet haben.» Zum Glück erreichten wir das Ferienhaus und ich konnte von der Geschichte unserer Bekannschaft, an die ich mich nicht erinnern konnte, ablenken.
Ausserdem hoffte ich, dass die Flasche Hazelburn Single Malt das übrige dazutun würde, dass sie endlich aufhören würde, weiter in einer ungewissen Vergangenheit herumzustochern, damit ich sie endlich auspacken könnte. Als ich am nächsten Morgen, mit Handschellen ans Bett gefesselt, nackt und mit leerem Kopf aufwachte, konnte ich nicht mehr zweifelsfrei sagen, ob ich diese Frau von früher kannte oder nicht. Ich konnte sie auch nicht fragen, denn sie war weg.
Das Auto, das Geld, der Ordonanzrevolver und die Erinnerung auch.  >>


Machen Sie's gut, und lassen Sie sich nicht den Revolver über die Rübe ziehen, bis nächsten Montag!

Montag, 22. Oktober 2012

Bloggin' Monday... the 1st

Noch nicht mal Sylvester und schon hab ich mir ein paar gute Vorsätze genommen. Naja, einen jedenfalls fängs (jetzt hatte ich echt erst "jedenfängs falls" geschrieben, wenn man zu der Sorte Mensch gehört, der zwischendurch Schweizerdeutsch schreibt dann ist jedenfängs falls gar nicht so verkehrt tönend. Vielleicht nehm ich das in meinen Wortschatz auf und baue es zum Trendwort 2013 auf. Mal sehen, könnte ja auch ein Vorsatz sein?). Um zurück zum ursprünglichen Gedanken zu kommen, als guten Vorsatz hab ich mir genommen von nun an wieder einmal die Woche zu bloggen. Fest verzinst am Montag. Nicht weil ich nun jede Woche was unheimlich interessantes zu erzählen hätte, sondern mehr um schreibtechnisch nicht einzurosten. Und ich hoffe mit einem festgelegten Bloggingtag halt ich meinen eigenen Vorsatz ein... Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ausserdem hab ich einen guten Ueberwacher, zugegebenermassen aber wahnsinnig schlecht fotographiert...:



Nun sitz ich also hier mit einem Beruhigungstee intus, die zweite Tasse bereits in der Pipeline und überlege was ich denn so schreibtechnisch zu bieten hätte. Eigentlich wollte ich einfachheitshalber auf den Wochenrückblick zurückgreifen, wie früher so oft in ideenlosen Zeiten, überlegte es mir dann aber anders, weil ich es mir selbst nicht so einfach machen wollte. Das Leben ist ja schon einfach genug, ne?

... Das können Sie natürlich jetzt an dem Geschreibsel nicht sehen, es handelt sich hierbei ja um keinen Live-Ticker aus meinem Leben, aber gerade eben wurde ich telefonisch unterbrochen. Mein zukünftiger neuer Chef hat gerade angerufen und mir mitgeteilt dass er mein zukünftiger neuer Chef sein wird. Juhu, ich werde also doch nicht singend in der Bahnhofsunterführung enden, wo ich eines qualvollen Hungertodes sterben werde. Ich treffe grundsätzlich keinen Ton, auch wenn das so für mich persönlich jeweils ganz anders tönt, wenn Kid Rock aus dem Autoradio brüllt und ich synchron zurückbrülle. Mir kommt das jeweils sehr harmonisch vor, leider teilt diese Meinung niemand mit mir. Um wieder auf den Ursprungspunkt zurückzukommen, jawoll, ich habe einen neuen Job ab Januar 2013, und Sie waren jetzt grad live mit dabei! Ich hatte Juhu schon erwähnt, oder? Machen Sie auch mal "Juhu!", tut gut! (Jetzt brauch ich doch glatt noch eine 3. Tasse Beruhigungstee...)


Die Mädels sind heute wieder gut in den Schul- bzw. Kindergartenalltag gestartet. Die Kleinste ist glücklich endlich "ihren" Noah wieder zu sehen, Kindergartenliebe ist wohl mitunter die schönste und einfachste, also soll sie sie bloss geniessen! Kompliziert wirds noch früh genug!

Ebenfalls freudige Nachrichten hat mir letzte Woche die beste Freundin überbracht. Sie wird von der sonnigen Zürcher Goldküste zurück in den nebligen Aargau ziehen. Was freu ich mich darüber!!!! Endlich wieder mal auf ein kurzes Schnattern zusammen zu kommen ohne Rücksicht auf stundenlangen Stau und Anfahrtsweg, seit über 10 Jahren träum ich davon! Juhu! (Schon wieder!)

Gab es sonst noch was juhuiges?! Ach ja, der Bus, das läuft, das Projekt, nicht der Bus. Da sich aus dem Projekt Bus aber noch ein zweites Projekt eröffnet hat, das allerdings noch nicht definitiv gesprochen ist, halt ich mich mit Fotos und Erlebnisberichten noch etwas zurück... Ich habs nicht so mit der Kryptik, kann sie einfach zu schlecht anwenden, da ich immer zu viel sagen will und mich nicht kurz fassen kann (sind Sie überhaupt noch dabei, mit lesen? Falls ja haben Sie meinen vollsten Respekt schon mal....), aber, naja, früher oder später hier oder an einem anderen Ort werden Sie noch mehr erfahren über Projekt B.

Und noch was juhuiges hat sich ergeben. Letzten Sonntag war ich bereits das zweite Mal als "rasender Reporter" unterwegs für die Aarauer Nachrichten. Herzlichen Dank an den Master für den Auftrag, ich freue mich auf weitere. Kann ich mich übrigens nun "Freelancer" nennen?! Ich fand diese Berufsbezeichnung schon immer so wohlklingend abenteuerlich unabhängig.
Ab Mittwoch ist die Wochenzeitung in den Briefkästen der Einwohner von Aarau und Umgebung und ab Donnerstag online. Lesen und schauen!

Nichts juhuiges aber dennoch zu erwähnen: natürlich vermisse ich meinen Vater, er fehlt einfach, und zwischendurch spüre ich den Drang einfach mal wieder von ihm in seine starken Arme genommen zu werden. Dann zerreisst es mir jeweils fast das Herz beim Bewusstwerden, dass dies nie wieder möglich sein wird.

So, und das wars erstmals, bis nächsten Montag wieder, halten Sie die Ohren steif!