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Donnerstag, 30. Januar 2014

Kochen mit dem Ochsen, heute Caprese und Tonnato

It ain't over till it's over. Frau F. ist zurück, jedenfalls für den Moment. Wie schon erwähnt wurden und werden immer wieder Rezepte nachgekocht, allerdings bin ich zugegebenermassen mit dem Kochen wie auch damit das darausfolgende Resultat zu veröffentlichen in Rückstand geraten. Nichts desto Trotz will ich dem geneigten Leser, sofern denn noch einer da ist, folgende Rezepte aus der grossen Band-Küche nicht vorenthalten. Der Caprese ist halt ein Caprese, man hats gern oder eben nicht. Ich befürchte meine Geschmacksnerven sind bereits derart abgestumpft (20 Jahre Lungenteerung fordern eben ihren Tribut), dass ich nur den "normalen" Mozzarella mag, den extra für das Ausprobieren dieses Rezeptes gekauften Büffelmozzarella (Wie können eigentlich Büffel Milch geben?! ... Gibt es weibliche Büffel? Ist das jedem klar ausser mir? Was bedenke ich nicht richtig? Muss ich nachgoogeln...) mochte ich nicht so sehr.







Das Tonnato hingegen war eine Kochkunst die ihresgleichen sucht, um mich hier mal selbst etwas zu loben, denn ich habe das ganze trotz anfänglicher Skepsis fehlerfrei hingekriegt und geschmeckt hats auch äusserst leckerstens.


Kuh versus Fisch. Wer gewinnt? Ich vermute keiner.




Der Blick in den Mixer. Da braucht man nicht mal bewusstseinserweiterende Substanzen mehr. Das erste Mal in meinem Leben übrigens, dass ich Sardellen gekauft habe. Und Kapern gabs früher bei uns zu Hause immer auf die Sylvester-Lachs-Brötli. Der einzige der sie nicht wieder runtergepuhlt hatte war mein Vater (der es auch war der sie damit belegt hatte, natürlich).


(Sie ahnen schon dass ich zu Gunsten dieses Nachkoch-Projektes temporär zwischenzeitlich immer mal wieder Anti-Vegetarisch lebe, oder?)

Donnerstag, 2. Mai 2013

Kochen mit dem Ochsen, heute: Lachscarpaccio

Nur ganz kurz heute, denn Tulpenzwiebeln wollen umgesetzt werden (fragen Sie nicht!!), Freundinnen wollen besucht werden, Hausfrauenkram muss erledigt werden etcetera etcetera....

Es wurde wieder mal gekocht und es gab

Lachscarpaccio

ebenfalls vom grossen Ochsen vorgekocht, und ich muss ganz ehrlich zugeben, ich fands nicht so ganz der Böööörner, wie Frau Geiss jeweils auf SuperRTL (oder??) supertolle Supersachen betitelt. (Und ja, natürlich weiss ich das, weil auch ich da zwischendurch mal durchzappe und dann manchmal hängenbleibe, einfach weil es mich fasziniert, wie unfassbar reich man sein kann. Offiziell sag aber auch ich ganz klar "Nein, so einen Scheiss und dann erst noch bei SuperRTL schau ich garantiert nicht!"). Aber, ebenfalls zugeben muss ich, dass es allenfalls an mir liegen könnte, denn ich mag zwar Rauchlachs, aber kein Lachsfilet, schon gar nicht angebrätelt oder irgendwie gewärmt. Das Rezept an und für sich ist sehr toll und dafür dass ich es künftig nicht zu meinen Leibgerichten zählen werde habe ich doch eher viel davon gegessen, so circa 8 Stück nämlich. Am Schluss hätt ich selbstverständlich liebend gerne eine geraucht wie Herr Lachs unten, aber ja.... Es ist halt wie es ist, gell...

 Dazu gabs leckeres selbstgemachtes Toastbrot. Ich hab eine Brotbackmaschine, sonst hätt ich mir das nicht angetan. Die Kleinste findet sowieso immer, das Toastbrot aus der Migros mit den ganzen Weichmacher- und E- und Haltbarkeitsdingens darin schmecke viel besser. Gesund hin oder her. Wobei, welches Kind mag schon "gesund", von daher ist sie nun wirklich kein Massstab. Also, wenn Sie Lachsfilet mögen, dann unbedingt nachkochen!! Toastbrot können Sie auch kaufen!

Häppy Eating!







Donnerstag, 4. April 2013

Kochen mit dem Ochsen, heute: Ravioli Stracchino

Eigentlich wollte ich ja alles was mit Tomaten zu tun hat auf sommerlichere Zeiten verschieben. Am Samstagmorgen schlenderte ich aber den Aarauer Märt entlang und beim vorbeistreifen beim Käsestand von Fromagier Beeler fiel mein Blick zufälligerweise auf den Stracchino. Ich also im grössten Schiff (es war Anti-Sommer-Tag letzten Samstag, glaubs) beim Maître Fromagier angestanden. Man muss dort Nümmerli ziehen, so begehrt ist der, was ich vor lauter Glafer mit der Tochter und im Versuch wenigstens ein bisschen vom schützenden Regenschirm meiner Vordermänner abzubekommen selbstverständlich verpasst habe, was wiederum dann eine ältliche Dame, Marke verbitterte Hausfrau, dazu veranlasste mir meinen Platz streitig zu machen. "Ich habe das Nümmerli vor Ihnen gezogen, ich bin nur noch schnell an den Stand nebenan um etwas abzuholen. Ich hätte dann gerne 150 Gramm Emmentaler bitte." Gopf, lieber Gott, lass mich bitte nie nie nie im Leben um ein Nümmerli beim Käsehändler streiten! Zum Glück war ich in entspannter Stimmung und überliess der Hexe, äh, Dame den Vortritt. Ich hab ja schliesslich noch mehr Zeit als sie. (Hoff ich!) Ausserdem hatte ich ja kein Nümmerli gezogen und konnte somit mein Erstansteherrecht gar nicht beweisen. Tampi, ich freute mich über den ergatterten Stracchino und fühlte mich im 7. Kochhimmel als ich auch noch Schweizer Tomaten erspähte, die so richtig nach Tomaten schmeckten und nicht wie sonst derzeit nach rotem Sagex. Dass die Tomaten im Gewächshaus gross geworden sind wurde mir erst im Nachhinein bewusst, aber ich bin schliesslich nicht der Retter der Welt.
 
Wenn Sie sich also fühlen wollen wie Umberto Tozzis und Rafs "Gente die Mare", dann kochen Sie dieses wunderbar sommerliche Rezept nach und zaubern Sie sich so die Sonne auf den Teller. Sollten Sie jahrgangstechnisch ins jüngere Segment gehören und keinen Schimmer haben wovon ich rede, dann dürfen Sie hier klicken, da finden Sie die Fernweh-Schnulze aus den geliebten 80ern. Wenn es Sie wunder nimmt, was sonst noch dabei herauskommt wenn Musiker kochen, dann bestellen Sie doch einfach hier.

 





 




Die Dinger sind etwas gross geraten. Das ist im Fall kein Kinderteller. Auch kein Dessertteller. Sondern ein ganz normaler Essteller. Damit Sie so die Proportionen verstehen, gell.




































Freitag, 29. März 2013

Kochen mit dem Ochsen, heute: Semifreddo Amaretto

Gestern abend waren wir zu fünft auf ein paar Bier in der Stadt und es war dermassen lustig, dass wir entschieden den Abend nicht bereits um Mitternacht zu beenden, wie es der Gesetzgeber nun mal vorsieht. Wie so oft schon landeten wir schliesslich und endlich bei einem der Freunde und assen Bratwürste vom Grill, nachts um 1. (Ich natürlich nicht, ich ass wie immer das Brot dazu). Dermassen gestärkt fand die Idee anklang auf Youtube die ganzen alten Lieblingsbands und -lieder auszugraben, denen wir in den 80er Jahren hinterhertanzten. Morgens um halb 9 machten wir uns dann endlich ohne eine Minute Schlaf im verknitterten Gesicht auf den Heimweg. Der etwas erstaunte Blick der Tochter die bereits wach war amüsierte mich dermassen, dass ich gleich mit ihr aufs Sofa flänzte und erst Mittags ein zweistündiges Nachschlafen in Angriff nahm (in meinem Alter eine Höchstleistung! Fühlen tat ich mich wie ein Zombie der frisch aus Michael Jacksons Gruft entwichen war...).

An einem derart harten langen Tag der die Furchen und Falten vermutlich nicht weniger machen lässt hatte ich es mehr als verdient eine Süssigkeit in den ledierten Katermagen zu schlingen. Ich entschied mich für "Semifreddo Amaretto".

Die Amaretti dazu habe ich bereits Anfangs Woche im Lieblingsitalienerlädeli in Aarau erstanden (Adelbändli 1). Es ist göttlich da, und die Frau hinter dem Verkaufsständli mit weisser Schürze um den Bauch nennt mich nach jedem zweiten Satz "Liebes" und sie redet mit stark italienischem Akzent. Ich mag das.






Erwachsenenversion


Kinderversion


Veganerversion

Donnerstag, 28. März 2013

Kochen mit dem Ochsen, heute: Lasagne

Wieder mal Montag (ich bin immer noch hintennochen mit aufzeichnen), wieder mal das Freundinnenkind der Grossen zum Znacht, das als Lieblingsmenü "Lasagne" ins Freundinnenbuch geschrieben hat. Super, denk ich, versuchst du gleich mal die Ochsner-Lasagne an den Mann, beziehungsweise eben an die wilden Hühner zu bringen. Die Kleine mochte Lasagne noch nie, das konnte auch der farbige Blumenstrauss im Kochheft nicht ändern, die Grosse meinte die von Papa sei besser (obwohl diese Gemüse drin hat?! Diese Welt gerät noch aus den Fugen!!), die Tochterfreundin findet die Lasagne ihrer Mutter besser. Aber das findet sie eigentlich bei allem, und ich kanns ihr nicht mal verübeln, ich mochte früher auch die muttersche Hausmannskost und sonst nix. Manchmal nicht mal diese.

Die einzige die sich also vollkommen nackig in die Lasagne hätte reinlegen können war ich. Ich hatte noch nie eine bessere, ich schwöre!! Und dies trotz meines Vegetarierismus, der heute ausnahmsweise etwas inkonsequent daherkam, da ich die Lasagne einfach versuchen MUSSTE. Das war wie ein Zwang, und Zwänge sollen ja befreit werden. Hasta la muerte sempre!

Ich lach mich kaputt über das Vorher-Nachher-Bild des gehackten Rinds. Schöner kann man "Ghackets" einfach nicht darstellen.








Herr Salb Ei hat übrigens seine Band nachziehen lassen. In der Mitte gemäss der grossen Tochter der ehrenwerte Herr Büne Huber (seine Gitarre wollte unbedingt die Kleinste zeichnen), der Herr mit der wilden Frisur und den Sticks in den Händen zu unserer Rechten sollte ursprünglich nach Tommy Lee benannt werden, wurde jedoch auf Intervention von Herrn Huber (Zitat: "Machen wir uns nichts vor! Tommy Lee ist ein Arsch")  umbenannt auf Herr Hug, seines Zeichens Ochsner-Drummer, womit sich der Kreis zum Thema Kochen mit dem Ochsen wieder schliessen würde.




Dienstag, 26. März 2013

Kochen mit dem Ochsen, heute: Griechischer Salat und Saltimbocca

Die Idee mit dem Kochbuch nachkochen hat im Fall einen ganz tollen Nebeneffekt. Wenn man wie ich öfters keine Peilung hat was der Wochenmenueplan so bringen soll dann nimmt man das Kochheft hervor, schlägt eine Seite auf und was dann da steht wird gekocht (ich bin gottefroh waren es bisher nicht die Muscheln oder der Tintenfisch, wobei ich auf Nachfrage hin im Buschefumbauer glücklicherweise bereits einen Degustanten (?) gefunden habe.)

Sonntagabend, ich hinke etwas hinterher mit der Aufzeichnerei, da Sonntagabend Tatort-Abend war, bei dem ich noch knapp die Leiche gesehen habe, den Rest aber bereits verschlafen habe, und Montagabend ist "Der letzte Bulle"-Abend, eigentlich eine inhaltlich eher qualvolle Krimiserie, aber ich mag den "Bullen" als Schauspieler und das haut die ganze Chose dann irgendwie wieder raus, obwohl gestern hab ich den Mörder auch nicht mehr ausbuhen können, da ich bereits im siebten Himmel dahinschlummerte. Item, Sonntagabend gabs

Griechischen Salat und Saltimbocca mit hundskommunen Nüdeli

dazu.

Der Griechische Salat war genau mein Gusto. Ich mag am "normalen" griechischen Salat die Tomaten nicht so sehr, weil sie entweder keinen Geschmack haben (Herbst bis Frühling) oder aber zuviel (August) und mir den Gurkengeschmack dann irgendwie übertünchen. Wie sagte schon Vincent van Gogh: "Normalität ist wie eine gepflasterte Strasse, man kann gut darauf gehen, doch es wachsen keine Blumen auf ihr." Ein hoch deshalb auf den unnormalen Griechen mit Bohnen.

Für das Saltimbocca musste bekannterweise ein Kälbli sein Leben lassen (ich heul gleich), und um der aufkommenden Melancholie entgegenzuwirken blödsinnte ich dafür etwas mit Herrn Salb Ei, aus Mittelmeereuropa angereist, herum. Er spielte Gitarre, ich sang dazu, und beide waren wir froh dass auf Grund unserer musikalischen Laute dem Kälbli nicht wieder Beine gewachsen sind und es davongesprungen ist, was gisch was hesch. (ich singe grässlich, für die die es noch nicht wussten... also alle die noch nie mit mir Auto gefahren sind, mit mir zur Schule und somit ins Singen gegangen sind oder vor der Haustüre auf die Klingel drückend warteten während ich drinnen staubsaugte, die Musik laut lief und ich noch lauter dazu sang.)
Alles in allem ein sehr sehr sehr (3x "Ja" würde Dieter Bohlen sagen) gelungenes Menü dass ich da gezaubert habe. Der Dank geht primär natürlich an die Herren Kochheftherausgeber.

 
(Ich hab weissen Aceto genommen, einfach weil ich ihn lieber mag als Weissweinessig)


(Ach, hier sieht man ihn ja sogar, drum wohl das komisch verzerrte Foto vom Salat, ich wollte den Essig und das Oel auch aufs Foto bringen. Manchmal ist weniger halt eben doch mehr. Gopf.)

 
("meine" Gurke sah der in der Mitte am ähnlichsten,
eine Nostrano Gurke vom Märt, beim Bauern in Rütihof AG aufgewachsen)



 
Das Saltimbocca, hervorragend schmeckend dafür grässlich fotographiert.
Irgendwie hatte ichs mit der Sichtweise am Sonntag nicht so ganz wie sonst amigs.
 

Herr Salb Ei freut sich über sein Portrait und spielt deshalb auf. Ich darf wünschen und wünsche drum "Trybguet" von Patent Ochsner, mein derzeitiger Lieblingssong (nein, der ist nicht auf dem aktuellen Album, aber ich wechsle manchmal wieder ins alte Gefilde, und "Trybguet" wechselt sich momentan täglich mit "Companero" ab. Beides Hammer-Songs, beide auf der Trybguet-CD.)

Mittwoch, 20. März 2013

Kochen mit dem Ochsen, heute: Safranrisotto

Um es gleich vorneweg zu nehmen, ich hab einen leichten Damenschwips. Ins heutige Menue gehört nämlich ein bisschen Weisswein, und da schon mein Vater immer Wein statt Wasser gepredigt hat (nein, er war kein Pfarrer. Und genau genommen predigte er eher Bier als Wein), musste ich mich vergewissern, wie denn der helle Tropfen so schmeckt den ich da ins Essen kippe und genehmigte mir ein Gläschen während des Kochens. Eventuell warens auch zwei. Oder drei. Ich weiss es nicht so genau, ich hab nach dem vierten aufgehört mitzuzählen.

Mittwoch ist einer der Tage an denen ich nicht fürs Arbeiten bezahlt werde (sprich ich arbeite zu Hause und mache Haushalt) und deshalb hab ich an diesem Tag meist auch genügend Zeit um etwas schönes zu kochen. Heute auf der Menuekarte:

Safranrisotto mit Emmentalerli und Nüsslersalat.
Das Rezept fürs Safranrisotto stammt aus dem Ochsner-Kochheft.


Kleine Erläuterung dazu: Ich habe einen Bio-Risottoreis genommen, aus Bella Italia, der musste also nicht ganz so viele Kilometer transportiert werden (haben Sie schon mal überlegt wie lange die Spargeln unterwegs sind die zur Zeit gerade so angeboten werden?! Ich könnte Reden schwingen schlimmer als der Herr Blocher, so reg ich mich auf wenn ich sehe dass das Zeugs auch tatsächlich gekauft wird. Ohne Nachfrage kein Angebot! Gilt übrigens auch für Erdbeeren.) Item, Olivenöl hatte ich noch im Schrank, spanisches, extra native oder so ähnlich steht drauf, kaltgepresst, aus erster Pressung oder so irgendwie, klingt jedenfalls sehr gesund. Der Weisswein stammt selbstverständlich aus dem wunderschönen Waadtland und zwar aus
St. Saphorin sur Morges. Meine Tante wohnt in Morges und meine Cousine hilft regelmässig bei der "Wümmete" mit. Ich stell mir dann jeweils vor wie sie mit den blutten Füssen Trauben stampft, da macht das trinken grad noch mehr Spass. Der Parmesan ist ebenfalls aus einem Bio-zertifizierten Betrieb aus Italien, der Rahm, keine Ahnung... steht nichts drauf. Gibts das?! Dürfen die das, einfach nichts drauf schreiben?!
Ich will nicht grosse Predigen schwingen, es nützt eh nichts, aber ich finde wir sollten uns mal wieder damit befassen woher das was wir so unbedacht in uns hineinstopfen kommt, und was für eine Auswirkung lange Transportwege auf die Umwelt, die Erde und somit auf uns haben, ich sag nur CO2-Verbrauch, aber auch was das für das Gemüse als solches bedeutet, oder denken Sie echt, die Tomaten die Sie zur Zeit kaufen können hätten viel Gesundes an sich?! Ich weiss nicht, aber ich finde, man könnte gradsoguet ein Stück Sagex rot anmalen, geschmacklich wären wir in einem vergleichbaren Stadium. Auch hier: gilt auch für Erdbeeren. Dass da viel an Vitaminen oder sonstigem Gesundem vorhanden sein soll kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. (Und ja, natürlich weiss ich das nur, weil auch ich diesen Winter schon einmal Tomaten gekauft habe. Aber immerhin nur einmal!)



Nüssler aus dem Heimatkanton, gekauft beim Bauern aus Rütihof (bei Baden) persönlich am Märtstand. Kein Vergleich zu dem dünnhäutigen Grossverteiler-Produkt, das nach 2 Minuten in der Salatsauce bereits lahmt wie ein 30jähriger Amtsschimmel. Einmal rechts mit französischer Sauce und Ei, wie es sich gehört, und einmal links für mich mit Heidelbeer-Balsamico und Walnussöl, dazu noch etwas Fleur de Sel (normales Salz täts auch, aber ich muss das Zeugs ja auch irgendwie mal aufbrauchen). Im Hintergrund mein Freund Saint Saph.



Besagte Frau Oel und Herr Essig, erhältlich im "vom Fass". Ich sitz übrigens nicht im Gefängnis, unsere Küchenfenster haben Schmideisengitter davor, von früher eben. Und ja, die Fenster sind gopfertelli dreckig wie Sau, aber blöderweise nicht innen, nicht aussen, sondern drininnen in den Fenstern, also zwischen den zwei Scheiben, da diese eben auch von früher.
Drininnen = unputzbar. Leider. (Und kommen Sie mir jetzt nicht mit aufschrauben und so einem Seich!)


We proudly present: THE Safranrisotto!
Zum reinknien lecker. Ich glaube das letzte Safranrisotto hatte ich als ich noch zu Hause wohnte und mein Vater noch regelmässig die Küche verunstaltete. Kochen lernte er ja in seinem Kochclub, aber das Aufräumen überliess er dann doch lieber uns weiblichen Mitbewohnern. Ja, so waren sie, die 80er Jahre. Nur eine kleine Episode am Rande: Meine Mutter und ich verbrachten im Herbst immer eine Woche im Welschland bei meiner Tante, und da es zeitlich für den Abwasch nicht mehr reichte, stopfte der Daheimgebliebene das dreckige Geschirr der ganzen Woche einfach temporär in den Backofen. Leider vergass er das dann und ein paar Tage später "fand" meine Mutter dann das Chaotentum... ich vermute immer noch, dass er deshalb kurz darauf einmal die gesamte weisse Unterwäsche in Rosa hatte, da sich "irrtümlicherweise" ein roter Wäschlumpen in die weisse Wäsche verirrt hatte... Honi-soit-qui-mal-y-pense!


Die Berner Zipfel, aka Emmentalerli. Sehr wohlschmeckend, wurde mir von den Fleischfressern mitgeteilt.

Ich hoffe ich konnte Sie gluschtig machen und falls Sie schon lange kein Safranrisotto mehr hatten, so wie ich, dann versuchen Sies mal wieder. Es schmeckt wirklich sehr sehr sehr fein. Und wenn Sie gwundrig geworden sind auf das Kochheft, das gibts übrigens hier zu kaufen. Was es als nächstes gibt weiss ich noch nicht... Braten? Am Sonntag? Vielleicht? Oder Saltimbocca? Wir werden sehen...



Kochheft-Kunst von Büne Huber. Love it.

Sonntag, 17. März 2013

Kochen mit dem Ochsen, heute: Tarte Tatin

Vielleicht kennen Sie den Film Julie und Julia, der Film über die beiden Frauen, eine die in den 50er/60er Jahren als Amerikanerin in Frankreich lebt, die französische Küche kochen und lieben lernt und berühmt wird mit Kochbüchern und einer eigenen Kochsendung, die andere ist die erfolglose Autorin Julie, die in New York lebt und anfängt sämtliche Rezepte aus Julias Kochbuch nachzukochen. Ich habe kürzlich in einer der so vielen Regenwochen versucht ihn zu schauen. Schlussendlich 3 mal, bis ich dem Ende des Films am nächsten kam, das ultimative Ende hab ich nie geschafft, ich bin immer zu früh eingeschlafen. Aber die Koch-Idee hat mir irgendwie gefallen (und Meryl Streep ist sowieso wie immer eine Klasse für sich...).

Wie nach jedem Konzert bin ich zur Zeit im totalen Ochsen-Fieber, welches sich dann früher oder später jeweils wieder in eine normale Hysterie normalisiert (normales normalisiert sich halt, oder? da kommt mir grad irgendwie kein anderes gescheites Wort für in den Sinn). Vor ein paar Jahren habe ich "Patent Ochsners Kochheft zu The Rimini Flashdown, Essen und Trinken" gekauft, habe aber bisher noch nie was daraus gekocht. Ich bin auch im Besitz des Songbooks, obwohl ich keine Noten (mehr) lesen kann, allein schon der Illustrationen wegen und der Hoffnung, dass die Grosse irgendwann dieses Labyrinth aus Noten entziffern kann. Nach 2 Jahren Klavierunterricht zur Zeit noch nicht in Sicht, aber ich hoffe weiter. Wenn sie den "Niemer im Nüt" erst spielen kann wird sie erkennen welche Macht sie damit über mich hat...

Um aufs Kochen zurückzukommen, irgendwie hatte ich nun am Wochenende die Idee, ich könnte doch analog dem erwähnten Gähn-Film das Ochsner-Kochheft nachkochen. Wie erwähnt, der Film war Gähn, aber die Idee find ich als Gerne-Kocher irgendwie toll. Das Kochheft ist etwas sehr fleischlastig für mich Vegetarier, aber es gibt ja genügend Fleischfresser zu bekochen. Der Grossen tut etwas Eisen eh gerade gut. Also, ran an den Speck, lasst uns die Ochsen-Menues nachkochen! Starten wir am Schluss, nämlich mit einem Dessert:





In Ermangelung von Süsswein (es ist Sonntag!!) der Rest Moscato von gestern und da noch Aepfel übrig waren eine Version in Apfel, eine in Birne. Die Kinder mochten die Aepfel lieber, ich dann doch die Birne.





Auch wenn in der Kochbibel geschrieben steht, dass sich einem der Himmel erst erschliesst, wenn dazu der richtige Wein und Trüffelbrie verköstigt wird (ich hatte grad  z u f ä ll i g e r w e i s e  keinen Trüffelbrie im Haus, wie gesagt, es war Sonntag, und häufig koch ich sehr spontan, vorallem wenn ich Zeit habe!), auch mit Moscato und geschlagenem Rahm schmeckts himmlisch!! Ich mag so ganz einfache Gerichte die ohne pompöses Gepömpe auskommen.

To be continued... Vermutlich mit Safranrisotto oder Safranfarfalle oder Braten à la Giulia... Eventuell. Vielleicht auch nicht. Dann eben mit was anderem. (Ich vermute die "Vongole" werden eine echte Herausforderung, da die NIEMAND bei uns isst... wirklich niemand. Falls sich jemand freiwillig zur Degustation melden möchte, bitte Kommentarfunktion benützen! Dann machen wir das im selben Abwasch wie den Tintenfisch. Auch den isst nämlich NIEMAND... siehe vorhin...)